Informationen am Produkt


Die Verpackung oder das Etikett halten jede Menge Informationen bereit, man muss nur wissen, was sie bedeuten.

Wie gekennzeichnet wird, regelt die Lebensmittel-kennzeichnungsverordnung. Diese gilt allerdings nur für verpackte Ware. Bei unverpackten Lebensmitteln ist die Sache eine andere. Bei Obst und Gemüse geht das Gesetz davon aus, dass die Konsumenten die Produkteigenschaften mit ihren Sinnen erkennen können, bei loser Ware aus der Feinkost, dass sie die gewünschte Information beim Personal erfragen können. 

Bei verpackten Lebensmitteln müssen auf jeden Fall angegeben werden:
  • Verkehrsbezeichnung
  • Mengenangabe
  • Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum 
  • Herstellerangabe
  • Zutatenliste


Die Nährwertangabe hingegen ist grundsätzlich freiwillig. Viele Produkte, wie auch die Eigenmarkenartikel bei BILLA, loben die Nährwerte bereits aus.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie mehr über die einzelnen Angaben!

Was steht am Etikett?

Verkehrsbezeichnung

Die Verkehrsbezeichnung gibt an, worum es sich bei dem Produkt tatsächlich handelt. Das ist vor allem bei Fantasienamen wichtig, die wenig über das Produkt aussagen. Ein Beispiel: Bei einem Joghurtdrink namens »Jogi« muss als Verkehrsbezeichnung »Joghurtdrink« draufstehen.

Mengenangabe

Wie viel ist drin? Die Angaben werden in ml (Milliliter) oder L (Liter), g (Gramm) oder kg (Kilogramm) gemacht.

Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum

»Mindestens haltbar bis TTMM« bzw. »Mindestens haltbar bis Ende MMJJJJ« besagt, dass bis zum angegebenen Datum das Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine typischen Eigenschaften behält. Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird von den Herstellern der Produkte festgelegt, sie halten sich dabei an Handelsbräuche, untereinander getroffene Vereinbarungen, wie lange diese Fristen bei den jeweiligen Produkten bemessen werden sollen.

Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, das Produkt aber noch in Ordnung, darf es noch verkauft werden. Es muss allerdings deutlich und verständlich auf das abgelaufene Haltbarkeitsdatum hingewiesen werden. Solche Produkte sind nicht unbedingt mangelhaft, sollten aber zu Hause raschest verbraucht werden.
Eine andere Möglichkeit im Einzelhandel ist, Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum verbilligt zu verkaufen. Auch diese Produkte sollten Sie schnell verbrauchen.

Bei BILLA werden keine abgelaufenen Waren verkauft. Sollten Sie dennoch einmal etwas finden, gilt die Frischegarantie!

Auf leicht Verderblichem (z. B. Frischfleisch) finden Sie die Aufschrift »Zu verbrauchen bis TTMMJJJJ«.
Verbrauchsdaten finden Sie auf in Dehnfolie verpacktem rohem Fleisch, Faschiertem, Geschnetzeltem, rohem Hendl, und –teile, verpacktem frischem Fisch und Fischteilen, Rohmilch und Milchprodukten aus Rohmilch.
An diese Angabe sollten Sie sich unbedingt halten, diese Lebensmittel können bereits nach kurzer Lagerzeit verderben! 

Achten Sie auch darauf, Lebensmittel im Haushalt richtig zu lagern. Mehr dazu lesen sie hier.

Herstellerangabe

Angegeben ist der Name oder die Firma und Adresse des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers. Damit ist klar, wer für das Produkt verantwortlich ist und an wen man sich bei Beschwerden wenden kann. 

Zutatenliste

Die Zutatenliste ist eine der aussagekräftigsten Angaben. Sie verrät erstens, was alles im Lebensmittel drin ist und gibt zweitens einen groben Überblick über die Mengen: Die Zutaten sind nach Mengenanteil gereiht.
Steht z. B. bei Vollkornkeksen in der Zutatenliste: Zucker, Weizenmehl, Vollkornmehl, … dann ist es mit Vollkorn nicht weit her. Die Zutaten mit den größten Mengen sind nämlich Zucker und (weißes) Weizenmehl.
Auch Zusatzstoffe (E-Nummern) müssen in der Zutatenliste angeführt werden.

Beispiel einer Zutatenliste

Zucker steht an erster Stelle der Zutatenliste, dahinter kommt Glucosesirup, wobei es sich ebenfalls um eine Art von Zucker handelt.

Gelatine sorgt für die gummiartige Konsistenz der Süßigkeiten und Dextrose ist wiederum eine Zuckerart. Diese Fruchtgummis enthalten also in erster Linie Zucker. Neben Wasser sind auch einige Zusatzstoffe enthalten.

Was steht in der Nährwerttabelle?

Nährwertangaben sind zwar grundsätzlich freiwillige Angaben, sie sind allerdings bereits auf den meisten Produkten zu finden.

Wenn auf der Verpackung oder in der Werbung auf spezielle Produkteigenschaften (z. B. »zuckerfrei«) hingewiesen wird, ist die Nährwertangabe allerdings verpflichtend. (Hier gibt es seit 1. Juli 2007 eine gesetzliche Neuregelung).

Die Nährwertangaben sind eine sehr wichtige Informationsquelle für Ernährungsinteressierte. Meist sind der Energiegehalt (= Brennwert in Joule und Kalorien) und die Gehalte an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten angegeben.

Die Werte sind immer auf 100 g bezogen, manchmal sind sie zusätzlich auch pro Portion angegeben. Das heißt in der Praxis, dass man meist auf die Portion umrechnen muss, die man tatsächlich isst oder trinkt.


Erweiterte Nährwerttabelle

Auf vielen Produkten finden Sie erweiterte Angaben. Diese sind noch hilfreicher, denn hier haben Sie auch die Möglichkeit, auf besondere Nährstoffe zu achten: z. B. Zucker, gesättigte Fettsäuren (von denen Sie möglichst wenig essen sollten) und Salz (sollten vor allem Menschen mit Bluthochdruck meiden).

Salz wird allerdings nicht als Salz angegeben, sondern als Natrium. Kochsalz ist chemisch gesehen Natriumchlorid, Natrium ist also ein Bestandteil davon. Wenn Sie den angegebenen Natriumgehalt mal 2,5 rechnen, erhalten Sie den Salzgehalt. Davon sollten Sie übrigens maximal 6 g pro Tag aufnehmen.


Beispiel: Kartoffelgnocci, 230 g Packung

Nährwertepro PackungDarauf sollten Sie achten:

Energie

1458 kJ /
343 kcal

 

Eiweiß

9,2 g

 

Kohlenhydrate

71,1 g

 
davon Zucker0,9 g Empfehlung: max. 50 g pro Tag an Zucker

Fett

1,2 g

8,8 g

gesättigte Fettsäuren0,2 gEmpfehlung: max. ca. 23 g pro Tag
 Ballaststoffe Empfehlung: 30 g pro Tag
Natrium1,2 gUmrechnung in Salz: 1,2 x 2,5 = 3 g Salz
Empfehlung: max. 6 g pro Tag


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