Sie können als Konsument auf mehrere Arten beeinflussen, wie gesund und sicher Ihre Ernährung ist. Sie können z.B. gezielt möglichst frische qualitativ hochwertige Lebensmittel auswählen.
Vor allem bei frischen Produkten spielt es eine große Rolle, wie Sie mit Ihren Lebensmitteln zuhause umgehen. Denn auch Lagerung und Verarbeitung beeinflussen die Qualität und den Nährwert der Produkte.
Eine weitere Hilfestellung gibt Ihnen unser E-Nummern Finder, der Ihnen verrät, was sich alles als Zusatzstoff in Lebensmitteln verstecken kann.
Zubereitung
Viele Vitamine sind hitzeempfindlich. Erhitzen Sie deshalb Obst und Gemüse nur so kurz wie nötig. Schonende Zubereitungsarten sind Dünsten in wenig Flüssigkeit oder Braten in einer beschichteten Pfanne oder im Wok.
Wenn Sie Gemüse oder Hülsenfrüchte kochen, nehmen Sie möglichst wenig Wasser und verwenden Sie das Kochwasser möglichst weiter, z. B. für eine Soße. Darin befinden sich nämlich viele ausgeschwemmte Vitamine und Mineralstoffe.
Fettsparend kochen und Backen können Sie mit beschichteten Pfannen und beschichteten Backformen. Verwenden Sie einen Esslöffel zum Dosieren von Öl zum Braten und für den Salat. Wenn Sie Grillen, dann am besten in einer Alutasse oder in Alufolie. Das ins Feuer tropfende Fett bildet sonst stark krebserregende Stoffe, die mit dem Rauch wieder aufsteigen und sich am Fleisch anlagern. Essen Sie nichts Verkohltes, es enthält ebenfalls krebserregende Stoffe.
Nicht jedes Öl lässt sich beliebig erhitzen:
- Hochwertige kaltgepresste Pflanzenöle (z.B. Oliven-, Kürbiskernöl) beispielsweise sollten Sie nur für den Salat verwenden.
- Andere Pflanzenöle (z.B. Rapsöl, Maiskeimöl) kann man auch zum Braten verwenden.
- Billigere Öle sind raffiniert und desodoriert. Das sind technologische Verfahren, die diese Öle klar, geschmacksneutral, haltbarer und hoch erhitzbar machen. Diese Öle sind dann auch für hohe Temperaturen (z. B. Frittieren) geeignet. Gleichzeitig werden aber auch natürliche Fettbegleitstoffe (z. B. Vitamin E) abgetrennt, die aber zum Teil nachher wieder zugesetzt werden.
Für die Küchenpraxis empfehlen wir Ihnen: Raps-, Maiskeim-, Sonnenblumenöl zum Kochen und für Salate. Olivenöl extra vergine oder kalt gepresste andere Pflanzenöle (z. B. Kürbiskernöl) für Salate. Wechseln Sie hier immer wieder die Sorten. Zum Frittieren nur Frittieröle oder raffiniertes Rapsöl. Kokosfett, Schmalz, Butter, Butterschmalz sind zum Kochen nicht empfehlenswert. Generell fettsparende Zubereitungsarten bevorzugen: Dünsten, Braten in einer beschichteten Pfanne oder im Wok oder Schmoren im Römertopf.
Achten Sie auf Küchenhygiene.
Trennen Sie z. B. die Arbeitsbereiche: Schneiden Sie Salatgemüse nicht auf dem selben Brett, auf dem Sie zuvor rohes Fleisch geschnitten haben.
Halten Sie Arbeitsflächen sauber.
Antibakterielle Reinigungsmittel sind allerdings nicht notwendig.
Verwenden Sie möglichst keine rohen Eier, bei den meisten Speisen sind sie gar nicht notwendig (z. B. Tiramisu).
Salate bei sommerlichen Grillfesten sind ein Eldorado für Lebensmittelkeime. Halten Sie sie möglichst gekühlt und lassen Sie sie nicht lange im Warmen stehen.
Auch wenn es Ihnen schwer fällt: Werfen Sie verdorbene Lebensmittel weg! Und zwar zur Gänze. Ein schimmeliges Lebensmittel beispielsweise ist ganz mit unsichtbaren Schimmelpilzgiften verseucht, auch wenn man nur einen kleinen Schimmelpilz sehen kann. Und diese Gifte sind stark Leberkrebs erregend.