FRÜHLINGSBOTE
RHABARBER

Frühlingsküche mit Rhabarber

Jedes Jahr im Frühling bringt der Rhabarber eine herrlich fruchtige Süße in die Küche. Seine leicht säuerliche Note sorgt für Frische und liefert dabei wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Hier erklären wir seine Verwendung, zeigen tolle Rezepte und haben wertvolle Tipps gesammelt.

Klassisch süße Rhabarber-Rezepte

Tipps und Tricks rund um den Rhabarber

Haltbarkeit und Lagerung

Rhabarber bleibt länger frisch, wenn er kühl und leicht feucht gelagert wird. Die Stangen einfach in ein feuchtes Küchentuch wickeln und ins Gemüsefach legen – so bleiben sie 3-5 Tage knackig. Für eine längere Lagerung empfehlen wir, Rhabarber zu waschen, zu schälen, in Stücke zu schneiden und luftdicht einzufrieren. Kurz blanchiert bleibt er bis zu einem Jahr aromatisch.

Besser nicht roh essen

Roher Rhabarber enthält Oxalsäure, die vor allem in den Blättern und in den grünen Teilen der Stangen vorkommt. Die Blätter sollte man auf keinen Fall essen, da die Oxalsäure in größeren Mengen Gesundheitsbeschwerden verursachen kann. Wer Rhabarber roh verzehren möchte, sollte die zarten Stangen essen. Beim Kochen oder Backen wird ein Großteil der Oxalsäure abgebaut, wodurch der Rhabarber bekömmlicher wird. 

Kein Metallgeschirr

Die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure reagiert mit Metallen wie Aluminium oder Eisen – das kann Geschmack, Farbe und auch die Haltbarkeit beeinträchtigen. Rhabarber sollte man am besten in einem Edelstahltopf kochen und ihn in Glas- oder Keramikschüsseln aufbewahren.

Schälen oder nicht schälen? Das ist hier die Frage

Rhabarber muss nicht immer geschält werden – es kommt auf die Stangen an. Junge zarte Rhabarberstangen haben eine dünne Schale, die beim Garen weich wird und dem Kompott oder Kuchen eine schöne, rötliche Farbe verleiht. Hier reicht es völlig, die Enden abzuschneiden und den Rhabarber gründlich zu waschen. Bei älteren oder dickeren Stangen hingegen ist die Haut oft zäh und faserig und kann Bitterstoffe enthalten.

Fruchtiges Gemüse

Kaum zu glauben, aber wahr: Rhabarber ist eigentlich kein Obst, sondern eine Gemüsepflanze – wird allerdings wie Obst verarbeitet. Ob in fruchtigen Nachspeisen, aromatischen Chutneys oder herzhaften Gerichten: Rhabarber ist unglaublich vielseitig und bringt komplexen Geschmack mit natürlicher Frische auf den Teller.


Die Saison beginnt Anfang April und endet spätestens am 24. Juni, dem Johannistag – dieser markiert das traditionelle Ende der Rhabarber- und Spargel-Erntesaison. Bis dahin versorgt uns der Rhabarber mit wichtigen Nährstoffen wie Kalium, Vitamin K, Balaststoffen und Antioxidantien. Je nach Sorte strahlen Rhabarberstangen in zartem Hellgrün, leichtem Rosé oder kräftigem Tiefrot. Die Farbe verrät dabei auch etwas über den Geschmack:
Rote Sorten sind meist fruchtiger und süßer, grüne Sorten hingegen kräftiger und säuerlicher.

Rhabarber herzhaft genießen

So vielseitig ist Rhabarber

Besonders beliebt ist Rhabarber in Kuchen, Gebäck, als Kompott oder Marmelade. Dabei kann der Frühlingsbote noch so viel mehr! 


Eingekocht wird Rhabarber auch zu pikanten Chutneys, die hervorragend zu Käse oder Gegrilltem passen. Zudem lässt er sich zu Sirup und Limonadenbasis verarbeiten und verleiht Getränken, Spritzern und Bowlen eine fruchtig-säuerliche Note. Auch in der herzhaften Küche findet Rhabarber Verwendung – etwa in Saucen zu Fleisch oder Geflügel oder als frische säuerliche Komponente in Currys und Schmorgerichten. Hier wird er einfach mitgekocht oder gegart. 

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